Schimmel

Nicht mit dem Heizen geizen!

Schimmelpilze entstehen im Haus, in der Wohnung oder im Keller zwischen 0°C bis ca. 50°C und bei einer Luftfeuchte von 65% bis 100% .In der Regel reichen 3-4 Tage Kondenswasseranfall an den Wänden zur Auskeimung und Bildung von Schimmelpilzen unter optimalen Umgebungsbedingungen aus. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen Feuchtigkeit, Wärme und natürlich Nährboden wie z.B. Tapetenkleister, Seifen- oder Shampooreste auf der Siliconfuge im Bad.

Ursachen erhöhter Feuchte im Haus:

  • Eindringen von Feuchtigkeit in das Haus oder Gebäude (Risse, defektes Dach, etc.)
  • ungenügendes Austrocknen des Mauerwerkes von Häusern während der Bauphase
  • Rohrbrüche, Überschwemmungen
  • unzureichender Abtransport von Feuchtigkeit in der Wohnung durch falsches Heizen und Lüften
  • Entstehung erhöhter Feuchtigkeit durch große Aquarien, Duschen, Kochen, etc.

Der Fall:

Ich hab eine 2-Zimmerwohnung mit ca. 50qm.
Im Schlafzimmer lüfte ich vormittags und mache ein wenig die Heizung an, stelle sie aber so um 17Uhr wieder aus. Wenn wir morgens aufwachen, sind die beiden Fenster total feucht und man kann vor lauter Wassertropfen nicht mehr rausgucken.
Nun habe ich am Fensterrahmen zur Scheibe hin und auch mitten auf der Scheibe 2-3mm große Schimmelflecken entdeckt.
Was kann ich dagegen tun?
Liegt es auch daran, dass ich die Wäsche aus Platzgründen tagsüber im Schlafzimmer trockne?

Die Anmerkung:

Fenster auf Kipp, Heizung etwas an – ergibt Kondenswasser an der Fensterleibung

Abends Heizung abgedreht und ins Bett gegangen- ergibt Kondenswasser im ganzen Raum

Tagsüber Wäsche im Schlafzimmer getrocknet- ergibt Kondenswasser im ganzen Raum

Die Physik:

Je kälter die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie beim Erwärmen aufnehmen. Daher kann im Winter durch Lüften mit kalter Außenluft mehr Feuchtigkeit aus einem Raum entfernt werden als im Sommer.

 

Es empfiehlt sich gerade in den Wintermonaten nur in kurzen Stößen zu lüften, damit Wohnungen nicht auskühlen. Dafür reicht es meist aus, die Heizung abzudrehen und die Fenster weit für 2-3 Minuten zu öffnen. Dies sollte, wenn möglich mehrmals am Tag wiederholt werden.

Wohnung auch Heizen wenn niemand zu Hause ist. Das verhindert das auskühlen der Wände und somit die Kondenswasserbildung

 

Im Keller sollte dagegen eine etwas andere Lüftung vorgenommen werden. Da die warme Luft im Sommer besonders viel Wasserdampf speichern kann, würde dieser Wasserdampf im kälteren Keller kondensieren und sich an den Wänden niederschlagen und dort Schimmel bilden.
Vermeiden Sie daher in den Sommermonaten das zu häufige lüften Ihres Kellers

Vermeiden Sie in den Sommermonaten das Trocknen der Wäsche im Keller. Die erhöhte Feuchtigkeit der nassen Wäsche kann hier auch wiederum schneller zur Bildung von Schimmel beitragen.

Hilfreiche Video zum Thema Lüften: